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	<title>Bernhard Zimmer 1885-1968</title>
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	<description>Tagebuch eines deutschen Bürgers. 1. Weltkrieg, Nazi-Zeit, 2.Weltkrieg und das Leben in der DDR. 83 Jahre als Kind, Ehemann, Vater, Großvater und Urgroßvater in Markneukirchen und Leipzig.</description>
	<pubDate>Thu, 20 May 2010 17:52:50 +0000</pubDate>
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		<title>Oktober 1967</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Dec 2007 14:57:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Zimmer</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[W&#228;hrend des Besuches der Anna, aus Markneukirchen, betr. Mutters Geburtstages waren wir auch nach Ostberlin mit Schw&#228;gerin Anna gefahren. Bei einem Rundgang durch Berlin (Karl-Marx-Allee, Alexanderplatz, an der Mauer vorbei, Brandenburger Tor, Unter den Linden usw.) st&#252;rtzte Anna und verletzte sich an der Oberlippe sehr. Sarke Blutung. Zum Gl&#252;ck kein Zahnschaden. Heilung jedoch ziemlich lange.
Oktober: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>W&#228;hrend des Besuches der Anna, aus Markneukirchen, betr. Mutters Geburtstages waren wir auch nach Ostberlin mit Schw&#228;gerin Anna gefahren. Bei einem Rundgang durch Berlin (Karl-Marx-Allee, Alexanderplatz, an der Mauer vorbei, Brandenburger Tor, Unter den Linden usw.) st&#252;rtzte Anna und verletzte sich an der Oberlippe sehr. Sarke Blutung. Zum Gl&#252;ck kein Zahnschaden. Heilung jedoch ziemlich lange.</p>
<p>Oktober: Mutter ist schon l&#228;ngere Zeit nicht wohl. Mitte Sept. hatte sie leichte Herzbeschwerden. Danach Nervenzusammenbruch. Schon vor Jahren einigemale. Der &#196;rztin gef&#228;llt das Herz garnicht. Das Blutbild soll gut sein welches gemacht wurde.</p>
<p><em><strong>Hier endet das Tagebuch von Bernhard Zimmer.<br />
</strong></em></p>
<p><em><strong>Er verstarb am 11.M&#228;rz 1968 nach einer Grippeerkrankung.<br />
</strong></em></p>
<p><em><strong>Seine Frau, Marie Zimmer, verstarb am 17.Juli 1976.</strong></em></p>
<p style="text-align: center"><img src="http://www.bernhard-zimmer-1885-1968.de/wp-content/uploads/2007/12/header.jpg" alt="Bernhard Zimmer in seiner Werkstatt, Lutherstrasse, Leipzig" border="1" /></p>
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		<title>1967</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Dec 2007 14:55:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Zimmer</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Das Jahr 1967 meldete sich nun wieder mit Silvesterl&#228;rm an wie immer. Die Tage vergingen wieder im ewigen Gleichma&#223;. Ostern war vor&#252;ber und Mutters Geburtstag am 15.April kam heran.

Es war der 80. Auch ein sch&#246;nes Alter. Und was hat Mutter in all der langen Zeit wohl alles geleistet. Man mu&#223; einer solchen Gattin &#228;u&#223;erst dankbar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Jahr 1967 meldete sich nun wieder mit Silvesterl&#228;rm an wie immer. Die Tage vergingen wieder im ewigen Gleichma&#223;. Ostern war vor&#252;ber und Mutters Geburtstag am 15.April kam heran.</p>
<p style="text-align: center"><img src="http://www.bernhard-zimmer-1885-1968.de/wp-content/uploads/2007/12/marie_bernhard_2.jpg" alt="Bernhard und Marie Zimmer" border="1" /></p>
<p>Es war der 80. Auch ein sch&#246;nes Alter. Und was hat Mutter in all der langen Zeit wohl alles geleistet. Man mu&#223; einer solchen Gattin &#228;u&#223;erst dankbar sein. Zu Mutters Geburtstag kam auch ihre Schwester Anna zu Besuch aus Markneukirchen.<br />
<span id="more-94"></span>Nun kam die Zeit heran, um einen Interzonenpass zu beantragen. Es wurde getan Anfang Mai und durfte ihn am 20.Juni in Empfang nehmen. An dem Tag wurden wir zur Volkssolidarit&#228;t bestellt mit etwa 40 anderen Rentnern. Man gab uns allerlei Verhaltungsregeln wegen Zollerkl&#228;rung am Grenzkontrollpunkt usw. Nun, man nahm es zur Kenntnis. Die Hauptsache war f&#252;r uns der Pass. Rasch ging es dann zur Bank zum Geldumtausch in H&#246;he von je Person 5 M. Aber nur 1 zu 1.</p>
<p>Dann zum Bahnhof die Fahrkarten holen, Nachmittag den Koffer zur Aufbewahrung gebracht und am 21.Juni vormittag 9:35 abgefahren &#252;ber &#214;bisfelde. Grenz&#252;bergang. Hin und zur&#252;ck anst&#228;ndig und harmlos, man hatte auch nichts zu bef&#252;rchten. Hannover, Hamm, an K&#246;ln abend 20:20. Abgeholt von Hilde und Hans. Anderen Tag zum Amt und bekamen alle Verg&#252;nstigungen sowie jeder 60 Westmark. Also insgesamt 120 M. Meinen 82. Geburtstag, zugleich 58.Hochzeitstag, verbrachte ich (in aller Ruhe) in K&#246;ln. Wir gingen &#246;fter nach der Rheinpromenade und beobachteten stundenlang den Schiffsverkehr, machten Eink&#228;ufe, besonders Obst, welches in riesigen Mengen vorhanden war. Zum Nachmittagskaffee gab es &#246;fter herrliche Eissplittertorte und sonstige leckere Sachen.</p>
<p>Nun reisten wir am 30.Juni zu unserem Sohn nach Konstanz, an den sch&#246;nen Bodensee. K&#246;ln war so gro&#223;z&#252;gig und &#252;bernahmen die Reisekosten nach Konstanz. Dort verbrachten wir prima 14 Tage bei herrlichem Wetter (wie es ja die ganze Zeit unseres Urlaubs war).</p>
<p>Viel waren wir am Hafen, machten mit Werner, Eva und Karin Spazierg&#228;nge, 3 Fahrten mit Schiff und Motorbooten. Busfahrt zur Tropeninsel Mainau, haben das interessante Meersburg besucht mit Burg und Schlo&#223;. Alle Verg&#252;nstigungen genutzt. Flaschen Wein leergemacht, welche uns kostenlos geboten wurden von der Beh&#246;rde.<br />
Au&#223;er dem Hafen hatte es uns auch dieSeestra&#223;e angetan. Von da aus ein herrlicher Blick &#252;ber den Bodensee nach dem Schweizer Ufer.</p>
<p>Ein sch&#246;ner Tag war auch am Strandbad &#8220;Jakob&#8221; und Horn durch herrlichen Laubwald. So verging die Zeit wie im Fluge und der Tag der Abreise kam heran. Es hie&#223; nun Abschied nehmen von Werner und Familie und vom Bodensee, denn es ging wieder nach K&#246;ln. Es war am 14.Juli, fr&#252;h 7.43. In K&#246;ln 15.28. Die restlichen Urlaubstage vergingen nun in K&#246;ln in aller Ruhe. Die Reisekosten nach K&#246;ln hatte Konstanz ebenfalls &#252;bernommen. Also auch gro&#223;z&#252;gig.</p>
<p>Am 20.Juli fr&#252;h 9.17 rollte unser Zug in K&#246;ln aus dem Hbf. &#252;ber die Hohenzollernbr&#252;cke ab nach Leipzig. Ankunft abends 20.10. Die R&#252;ckreise bezahlte ebenfalls K&#246;ln bis &#214;bisfelde.</p>
<p>Nun sind wir heute schon wieder 10 Tage in unserer Wohnung. Es ist ein eigenartiges Gef&#252;hl, welches einen beschleicht, nach allem was man gesehen, erlebt hat !!! Nun hoffen wir, da&#223; es uns verg&#246;nnt ist n&#228;chstes Jahr, auch gesundheitlich, unsere Kinder zu besuchen. Danken m&#246;chte ich den Kindern f&#252;r alles, was sie f&#252;r Mutter und mich w&#228;hrend der Tage getan haben.</p>
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		<title>Enkel und Urenkel</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Dec 2007 14:52:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Zimmer</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Bisher habe ich es unterlassen, etwas &#252;ber unsere Enkelin Karin und die Urenkel Uwe, Lutz und Ingo zu erw&#228;hnen.
Fange ich also mit Karin an. Sie wurde am 22.August 1952 in Konstanz geboren. Im Juli 1955, also 3 j&#228;hrig, besuchte sie uns mit ihrem Vater. Ihr ganzes Wesen damals bestand nur aus Lachen und Rumtollen. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bisher habe ich es unterlassen, etwas &#252;ber unsere Enkelin Karin und die Urenkel Uwe, Lutz und Ingo zu erw&#228;hnen.</p>
<p>Fange ich also mit Karin an. Sie wurde am 22.August 1952 in Konstanz geboren. Im Juli 1955, also 3 j&#228;hrig, besuchte sie uns mit ihrem Vater. Ihr ganzes Wesen damals bestand nur aus Lachen und Rumtollen. Die 14 Tage gingen damals zu schnell vor&#252;ber. Die Reise ging dann von uns nach K&#246;ln f&#252;r einige Tage zu Hilde und Hans.<br />
1961 sahen wir sie erst wieder, 9 j&#228;hrig. Durch die erb&#228;rmliche Berliner Mauer wurde es dann unm&#246;glich nach Konstanz zu reisen.<br />
<span id="more-93"></span>Erst durch die Bestimmung von 1964 im September, war es uns verg&#246;nnt, Karin wiederzusehen als fast erwachsenes M&#228;del. Es war im Jahr 1965 und 1966. Immer dann Juni/Juli. Karin war als Kind niedlich, munter, oft auch etwas sp&#228;ter, bissel bockig. Aber jetzt als 14 j&#228;hrige verst&#228;ndig und t&#252;chtig. Schulisch nicht schlecht. Na mal bischen faul in manchen Sachen ist man auch gewesen. Solche Kinder werden oft auch die t&#252;chtigsten Menschen.</p>
<p>Nun zu den 3 Urenkeln.</p>
<p>Uwe, geb. am 30.1.58, Lutz, geb. am 18.2.59, Ingo, geb. am 25.10.62.</p>
<p>Uwe ist ein Junge (welcher nun schon das 3. Jahr zur Schule geht) der sehr tief &#252;ber vieles nachdenkt. In der Schule in seinen F&#228;chern durchschnittlich die besten Zensuren erh&#228;lt. Mit seinen Bauelementen (Spielzeug) stellt er Sachen her, welche &#252;bergro&#223;e Fantasie bezeugt. Es reicht oft bis ans K&#252;nstlerische. Und sonst ist er ruhig und willig.</p>
<p>Lutz ist dagegen lebhaft. Oft im Moment lieb und gut und n&#228;chsten Augenblick b&#246;se, ungezogen, st&#246;rrisch. Wenn er ausgetobt hat, nach einer Weile wieder der beste Kerl. Man steht oft vor einem R&#228;tsel. Jetzt geht er das 2. Jahr zur Schule. Dies macht wahrscheinlich, da&#223; sich der oben bezeichnete Zustand zum Besseren ge&#228;ndert hat. Sonst ist er aber auch ein lieber Junge. Braucht eben bi&#223;chen Geduld, manchmal sehr viel.</p>
<p>Ingo, nun 4 Jahre alt. Ist eben nun das Nesth&#228;kchen wie man so sagt. Er wird nicht gerade verw&#246;hnt, aber oft mal auch recht dickf&#228;llig. Wenn er nicht will, schaut er nicht raus. Ja, wie nun einmal Kinder sind. Geduld aufbringen und oft Nachsicht &#252;ben.</p>
<p>J&#252;rgen, der Vater unserer Urenkel ist bestrebt sich hochzuarbeiten, hat bereits ein Fernstudium hinter sich und z.Zt. ein weiteres (5 Jahre) zu machen auf den Dr. der Wissenschaft. Wir w&#252;nschen ihm vollen Erfolg dazu.</p>
<p style="text-align: center"><img src="http://www.bernhard-zimmer-1885-1968.de/wp-content/uploads/2007/12/bobby_und_juergen.jpg" alt="Brunhilde und J&#252;rgen Schramm" border="1" /></p>
<p>Weihnachten 1966 ist nun wieder vorbei. Am Heiligabend waren wir so allein in unserer Wohnung beim Kerzenschein und guter Radiomusik in Gedanken mit den Kindern in Konstanz, K&#246;ln, Berlin verbunden. Wir waren von H + H gut bedacht worden. Am ersten Feiertag waren wir dann bei Fam. Horn eingeladen. Gertrud war ja unseres Helmuts Frau. Bei Kaffee und Fernsehen vergingen die Stunden. Heute am 2.Feiertag sind wir wieder in unserer stillen Klause. F&#252;r morgen, Dienstag, 3.Feiertag, sind wir zu unserer Nichte Lucie gebeten.</p>
<p>Also waren unsere Tage nicht allzu einsam.</p>
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		<title>1966</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Dec 2007 14:50:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Zimmer</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Das Jahr 1966 ist nun angebrochen. Was wird es bringen? Viel besseres wohl nicht als das alte Jahr. Man sagt immer: &#8220;Lassen wir uns &#252;berraschen.&#8221; Hoffentlich nur angenehm. Die Hauptsache ist, da&#223; wir im Sommer wieder zu unseren Kindern reisen k&#246;nnen.
Im Februar, am Montag dem 21. siedelten unsere Enkelin Brunhilde, also die ganze Familie Schramm [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Jahr 1966 ist nun angebrochen. Was wird es bringen? Viel besseres wohl nicht als das alte Jahr. Man sagt immer: &#8220;Lassen wir uns &#252;berraschen.&#8221; Hoffentlich nur angenehm. Die Hauptsache ist, da&#223; wir im Sommer wieder zu unseren Kindern reisen k&#246;nnen.</p>
<p>Im Februar, am Montag dem 21. siedelten unsere Enkelin Brunhilde, also die ganze Familie Schramm nach Berlin &#252;ber, da ja J&#252;rgen dort im Ministerium f&#252;r Kultur und Wissenschaft ist, seit etwa 1 1/2 Jahren. So lange w&#228;hrte die Wohnungsangelegenheit. Bis heute, dem 10.August waren wir bereits 3 mal dort durch besondere Anl&#228;sse.<br />
<span id="more-92"></span>Nun beantragten wir wieder am 29.April einen Interzonenpass nach Westdeutschland. Wir konnten denselben am 4.Juni abholen und reisten am 8.Juni fr&#252;h 8.13 Uhr ab nach K&#246;ln. An dort abends 19.43. Geltungsdauer des Passes bis 6.Juli, reisten aber erst am  7.7. zur&#252;ck &#252;ber Gerstungen diesmal. Die Landschaft ist sch&#246;ner. Also &#252;ber Erfurt, Bebra, Kassel, Soest, K&#246;ln.</p>
<p>Bei unserer Tochter hielten wir uns auch lieber in der Wohnung auf. Die sogen. Begr&#252;&#223;ungsspende holten wir ebenfalls, doch diesmal nur 120 M f&#252;r beide. Wir waren auch damit zufrieden. Das Fahrgeld nach Konstanz zu Werner hatte man uns gleich zugesagt. Also gro&#223;z&#252;gig. In K&#246;ln waren wir &#246;fter auf der Rheinpromenade und im Rheinpark. Sonst hat K&#246;ln ja weniger Sch&#246;nes in der Stadt zu bieten. Gegenw&#228;rtig baute man schon das zweite Jahr an der Untergrundbahn. Da wird noch manche alte Ruine abgebrochen und die Stra&#223;en verbreitert.</p>
<p>Am 17.Juni reisten wir nun nach Konstanz zu Werner und Familie. Dort hatten wir nun den herrlichen Bodensee. Wie oft sa&#223;en wir auf einer Bank in der Seestra&#223;e und betrachteten die Alpen. Vor allem den S&#228;ntis, wenn er sich im Augenblick mal zeigte, denn die Witterung war nicht besonders. Meist nur windig und sehr k&#252;hl. In K&#246;ln dagegen fast hei&#223;. Den 81.Geburtstag verlebte ich also in Konstanz. Gro&#223;e Ausfl&#252;ge wurden nicht gemacht. Mal nach Gottlieben, Ermattingen, mit Motorboot nach Unteruhldingen und auf die Reichenau. Alles nur etwa 2 1/2 - 3 Stnnden. Ansonsten war fast t&#228;glich auf dem See Sturmwarnung. Es wurden auch eine Anzahl Segelboote gerettet. Meist benutzten wir Werners Balkon. Die Tage gingen so hin bis zum 10.Juli, an dem wir wieder nach K&#246;ln zur&#252;ck reisten. Fahrgeld erstattete wieder Konstanz. Vom Bodensee f&#228;hrt man schwerer weg als vom Rhein.</p>
<p style="text-align: center"><img src="http://www.bernhard-zimmer-1885-1968.de/wp-content/uploads/2007/12/marie_bernhard_bodensee_2.jpg" alt="Bernhard und Marie Zimmer am Bodensee" border="1" /></p>
<p>Die restlichen Tage verbrachten wir wieder in K&#246;ln wie immer in der Wohnung. Man zeigte uns, auch bei Werner, die farbigen Ferienbilder, vom Urlaub in der Schweiz und Tirol. So kam der 7.Juli heran und heim ging es wieder &#252;ber Grenzkontrolle Gerstungen (Kommentar &#252;berfl&#252;ssig). Ab K&#246;ln vorm. 9.38 an Leipzig 21.02. Vorbei wieder einmal 4 sch&#246;ne Wochen bei den Kindern. Nun zehren wir wieder ein Jahr an der Erinnerung. Wird es uns wieder verg&#246;nnt sein, im n&#228;chsten Jahr? Hoffentlich !!!</p>
<p>Nun wollen wir noch einmal in unsere Heimat Markneukirchen fahren. Voraussichtlich am 27.Sept. Doch durch eine leichte Erkrankung der Mutter unterblieb es.</p>
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		<title>1965 - K&#246;ln und Konstanz</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Dec 2007 14:46:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Zimmer</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[1965 - Auf Grund der Bestimmung vom Sept. 64 haben wir am 27.April den Antrag auf Interzonenpass f&#252;r die Zeit vom 9.6. bis 6.7. gestellt. Es gab nicht mehr als 28 Tage. Und zwar nach K&#246;ln zur Hildegard. Es war so beschlossen, da&#223; 14 Tage f&#252;r K&#246;ln und 14 Tage f&#252;r Konstanz bei Werner mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>1965 - Auf Grund der Bestimmung vom Sept. 64 haben wir am 27.April den Antrag auf Interzonenpass f&#252;r die Zeit vom 9.6. bis 6.7. gestellt. Es gab nicht mehr als 28 Tage. Und zwar nach K&#246;ln zur Hildegard. Es war so beschlossen, da&#223; 14 Tage f&#252;r K&#246;ln und 14 Tage f&#252;r Konstanz bei Werner mit Familie sind.</p>
<p>K&#246;ln wurde geteilt in 2 mal 7 Tage, da wir ja von dort aus wieder zur&#252;ckreisen mu&#223;ten &#252;ber &#214;bisfelde. Also am 9.6. fr&#252;h 8 Uhr fuhren wir in Leipzig ab und waren abend 16.45 in K&#246;ln. Ab Bielefeld nur Regen und Gewitter bis K&#246;ln. In K&#246;ln waren wir dann von Hilde und Hans freudig empfangen, mit Auto heim. Da haben wir eine wirklich nette H&#228;uselwohnung im III.Stock kennen gelernt. Aber damit wir ja den Fu&#223;bodenbelag (Teppich, L&#228;ufer) nicht beschmutzten mu&#223;ten wir gleich an der Korridort&#252;r die Schuhe ablegen und Latschen anziehen. Na ja, soll also gut sein. (Bei Werner brauchte man dies nicht.)<br />
<span id="more-91"></span>K&#246;ln hatte sich seit 1959, als wir damals dort waren, riesig ver&#228;ndert. So richtig &#252;bermadern. Verkehr, m&#246;chte man sagen, verzehnfacht L&#228;den, Gesch&#228;fte, Kaufh&#228;user zum Brechen voll. Wer k&#246;nnte sich da wohl einige Scheiben abschneiden? Von der Stadt bekamen wir beide 200 M. Wir gingen etliche Mal in die Stadt einkaufen, aber sonst lieber daheim, da war es gem&#252;tlicher.</p>
<p>Vom 17.6. bis 1.7. waren wir dann in Konstanz bei Werner und Fam. Die Bahnfahrt bezahlte ebenfalls Westdeutschland, bzw. K&#246;ln, und zur&#252;ck nach K&#246;ln dann Konstanz.</p>
<p>In Konstanz war unsere Zeit abwechslungsreicher. Die Reise nach dort einzig sch&#246;n. Am Rhein entlang (Hochwasser) die herrliche Landschaft und Burgen, ab Offenburg durch den Schwarzwald, vor&#252;ber an den Hegaubergen mit Hohentwihl, am Bodensee entlang ab Radolfzell und man sah schon in der Schweiz den 2500 mtr. hohen S&#228;ntis. Da ging uns das Herz auf und wir f&#252;hlten uns gl&#252;cklich, da&#223; unsere Kinder in dem Deutschland wohnen. In Konstanz war es nun etwas abwechslungsreich.</p>
<p>3 Autofahrten. Eine mit Herrn Ladegast &#252;ber Wollmatingen, Dettingen, Langenrain, Lipperingen, Bodman, Ludwigshafen, Gasthaus Haldenhof, Sipplingen, &#220;berlingen, Neudorf, Ober- und Unteruhldingen, Meersburg, Staad, Konstanz.<br />
Mit Herrn B&#252;sing. B&#252;rglau, Wil, Wattwil, Wildhaus, Oberriet, Altst&#228;tten, Gais, B&#252;hler Heiden, St.Gallen, Amriswil, Altnau, Scherzingen, Konstanz.<br />
Mit Frau Seeberger. Gottlieben, Ermattingen, Frutwilen, Hattenhusen, Hafenhusen, M&#252;llheim, Unterh&#246;rstetten, H&#246;rhausen, Steckborn, Mammern, Stein, Diessenhofen, Schaffhausen, Gottmadingen, Singen, Radolfzell, Allensbach, Konstanz.</p>
<p>Die Alpen waren l&#228;ngere Zeit klar zu sehen. Es wurden &#246;fter Spazierg&#228;nge gemacht. Schon das Hochwasser war interessant. Parkanlagen im Hafen waren &#246;fter untersp&#252;lt und besch&#228;digt. Die Anlegemole f&#252;r die Schiffe mu&#223;te um 50 cm erh&#246;ht werden. Doch die Tage vergingen wie im Fluge. Meinen 80ten Geburtstag habe ich also mit Bodenseewasser benetzt. Aber so in aller Ruhe im Familienkreis, so wie ich es mir w&#252;nschte. Und am 1.7. fr&#252;h 7.43 fuhren wir wieder nach K&#246;ln zur&#252;ck. Die restlichen 7 Tage verbrachten wir dann wieder in Ruhe um am 7.7. vorm. 9.43 die Reise nach Leipzig anzutreten. Abend 19.57 wurden wir dann von unserer Enkelin nebst Mann vom Bahnhof abgeholt.</p>
<p>Vorbei war wieder ein sch&#246;ner Traum, an dem man nun erst mal 1 Jahr zehren kann. Hoffentlich ist es uns verg&#246;nnt im Jahr 1966 wieder mit den Kindern beisammen zu sein. Besser w&#228;re es jedoch, wenn die Grenzen fallen w&#252;rden und man k&#246;nnte ungehindert reisen, ohne gro&#223;e Formalit&#228;ten.</p>
<p>Mitte September reisten wir dann nach Markneukirchen und verbrachten bis anfang Oktober wieder sch&#246;ne Tage. Natl&#252;rlich habe ich meinen 80. Geburtstag ein bi&#223;chen feiern m&#252;ssen im Kreise meiner Schw&#228;gerinnen und Schwager. Es ging auch feucht genug zu. Und mit Singen wanderten sie so gegen 2 Uhr nachts heim. Wieder zur&#252;ck nach Leipzig gekommen ging das Arbeiten wieder los. So mitte Dezember war ich erk&#228;ltet, keine Lust zur Arbeit und hatte die Absicht mein Gewerbe abzumelden. Aber die Rente, welche man mir gibt, reicht nicht zum Leben. Da ist sie zu wenig, aber zum Sterben zu viel. Und so arbeite ich wieder weiter, aber meist nur, wenn ich Lust habe. So geht eben ein Tag hin wie der andere. Weihnachten ist nun vor&#252;ber und an solchem Tag, besonders Silvester, bin ich weich gestimmt, sowie ich das Bild von unserem Helmut sehe. Mutter geht es nicht viel anders. Die Gedanken sind dann auch bei unseren Kindern in Konstanz und K&#246;ln.</p>
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		<title>Weihnachten 1964</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Dec 2007 14:43:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Zimmer</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[1964 - am 26.12. &#8212; Dieses Jahr verlief so bis Anfang Herbst in ewigem Gleichnis. Im Sommer, Mitte Juni bis Anfang Juli, reisten wir nach Markneukirchen. Es waren wieder einige sch&#246;ne Tage in der Heimat, wo ich auch meine 79 Jahre vollendete.
Im September kam pl&#246;tzlich die Bestimmung heraus, da&#223; alte Leute im Rentenalter, ab 65 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>1964 - am 26.12. &#8212; Dieses Jahr verlief so bis Anfang Herbst in ewigem Gleichnis. Im Sommer, Mitte Juni bis Anfang Juli, reisten wir nach Markneukirchen. Es waren wieder einige sch&#246;ne Tage in der Heimat, wo ich auch meine 79 Jahre vollendete.</p>
<p>Im September kam pl&#246;tzlich die Bestimmung heraus, da&#223; alte Leute im Rentenalter, ab 65 Jahre M&#228;nner, 60 Jahre Frauen, nach Westdeutschland reisen d&#252;rfen zu Kindern und Verwandten. Dies ermutigte uns wieder etwas. Aber kann man den (bestimmten) Leuten Vertrauen schenken. Man ist so oft entt&#228;uscht worden. Nun warten wir auf den Sommer 1965, da&#223; es da verg&#246;nnt sein m&#246;ge, zu den Kindern zu reisen.<br />
<span id="more-90"></span>Nun ist das Weihnachten rangekommen. Man hat den Kindern die &#252;blichen Stollen und anderen Aufmerksamkeiten geschickt. Geschenke von den Kindern wurden angek&#252;ndigt und aus K&#246;ln kam alles an.</p>
<p>Doch aus Konstanz, abgeschickt am 30.11.64 blieb aus bis zum 25.12.64. An diesem Tag, fr&#252;h gegen 10 Uhr kam ein Telegramm aus Konstanz, da&#223; das Paket zur&#252;ckgesandt wurde. Wahrscheinlich wegen Tafel Schokolade mehr f&#252;r unsere Urenkel. Eine Unversch&#228;mtheit nach meiner Meinung, da die Urenkel besonders bezeichnet waren. Mutter bekam vor Aufregung einen kleinen Anfall durch ihre Galle, die nicht in Ordnung ist. Ich bin der Meinung, da&#223; zu solch einer Zeit wohl mal eine kleine Ausnahme sein k&#246;nnte.</p>
<p>Heute am 2ten Weihnachtstag sitzen wir beide nun so allein daheim und denken an die Kinder. Zum Teil wehm&#252;tig, zum Teil ver&#228;rgert. Nun wenn das Jahresende da ist, da w&#252;nschen wir uns ein gutes 1965, und eine Anzahl gewisser Menschen tief in die Erde.</p>
<p style="text-align: center"><img src="http://www.bernhard-zimmer-1885-1968.de/wp-content/uploads/2007/12/marie_1.jpg" alt="Marie Zimmer" border="1" /></p>
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		<title>1963 - Keine Wiedervereinigung</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Dec 2007 14:40:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Zimmer</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[1963 - 29.6. Heute sind nun schon 2 Jahre vergangen, da&#223; Mutter und ich zu Werner und Familie nach Konstanz reisten. Wie doch die Zeit vergeht. Nach jeder Stunde sagten wir um diese Zeit waren wir da oder dort. Wie gern w&#252;rden wir nochmal zu unseren Kindern, auch nach K&#246;ln zu ihnen, fahren. Aber die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>1963 - 29.6. Heute sind nun schon 2 Jahre vergangen, da&#223; Mutter und ich zu Werner und Familie nach Konstanz reisten. Wie doch die Zeit vergeht. Nach jeder Stunde sagten wir um diese Zeit waren wir da oder dort. Wie gern w&#252;rden wir nochmal zu unseren Kindern, auch nach K&#246;ln zu ihnen, fahren. Aber die Dickfelligkeit von Leuten schlagen es immer wieder ab, uns als alten Personen dies noch einmal zu g&#246;nnen. Denn Mutter ist 76 Jahre und ich nun heute am 29.6. schon 78 Jahre. Und gleichzeitig 54 Jahre gl&#252;ckliche Ehe.</p>
<p>Es wird einem viel von Frieden und Zusammenkommen (Wiedervereinigung) geredet, bei jeder Schei&#223;kleinigkeit. Aber von irgend einem Nachgeben ist nie die Rede. Ich w&#252;nsche allen h&#252;ben und dr&#252;ben Tod und Teufel. Soll man alle Deutschen selbst bestimmen lassen wohin, da w&#252;rden viele ihr blaues Wunder erleben. Aber den Glauben an sch&#246;ne Wunder soll man nicht verlieren. M&#246;ge es uns, Mutter und mir, verg&#246;nnt sein, noch manches Jahr zusammen zu sein.</p>
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		<title>Konstanz - Reisebericht</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Dec 2007 14:37:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Zimmer</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Doch nun, was haben wir an gro&#223;en Dingen erlebt!
Am 24.6.61 : Mit Schiff nach Meersburg, Insel Mainau, Unteruhldingen (mit Pfahlbauten) zu Fu&#223; auf herrlichem Waldweg, vorbei an 16 Felsenkellern, alle ben&#252;tzt, durch Schluchten, &#252;ber H&#246;henweg nach Meersburg, mit Schiff nach Konstanz. Sch&#246;n Kaffeegetrunken.
Am 29.6.61 : Mit Bus nach der Tropeninsel Mainau. Ich will versuchen eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Doch nun, was haben wir an gro&#223;en Dingen erlebt!</p>
<p>Am 24.6.61 : Mit Schiff nach Meersburg, Insel Mainau, Unteruhldingen (mit Pfahlbauten) zu Fu&#223; auf herrlichem Waldweg, vorbei an 16 Felsenkellern, alle ben&#252;tzt, durch Schluchten, &#252;ber H&#246;henweg nach Meersburg, mit Schiff nach Konstanz. Sch&#246;n Kaffeegetrunken.<br />
<span id="more-88"></span>Am 29.6.61 : Mit Bus nach der Tropeninsel Mainau. Ich will versuchen eine Schilderung des Gesehenen zu schreiben. Diese Insel ist ein Paradies &#252;ppiger Pflanzenflora, welche es nur in den Tropen giebt. Irisarten, Zypressen, seltene Fichten, Rosenarten, Apfelsinenb&#228;ume, desgl. Zitronen, Feigen, B&#228;ume und Bl&#252;ten aus allen Erdteilen im milden und s&#252;dlichen Klima der Insel gedeihen hier. Da ist ein Sumpfzypresse aus Florida, 1 Mammutbaum aus Sierra Nevada, Bananenstauden mit Bl&#252;ten und Fr&#252;chten, Palmen aller Arten, die Zitronen u. Apfelsinen, sowie Feigen v&#246;llig ausgereift zum ernten, ein 40 mtr. hoher Tulpenbaum, eine 100j&#228;hrige Zypresse mit 9 mtr. Stammumfang 1 mtr. &#252;ber dem Boden, die 100j&#228;hrigen Zypressen sind ein kleiner Hain.</p>
<p>Ein wunderbarer Rosengarten mit Wasserspielen usw. Dann das riesige Schlo&#223; mit Kapelle, dies alles ist Besitz des Schwedischen K&#246;nigshauses. In Verwaltung des Lennart Bernadotte, ein Neffe des schwedischen K&#246;nigs. Es ist eine Pracht und Seltenheit, welche man sehen mu&#223;. Mit Worten schwer zu schildern. Auf alle dem herrlichen Baumbestand von so verschiedenen Arten sieht man seltene V&#246;gel und sogar wei&#223;e Pfauen. Es ist wie im M&#228;rchen.</p>
<p>1.7.61 : Mit Auto, Frau Seeberger. Kreuzlingen, Romannshorn, Rohrschach, Bregenz, Pf&#228;nder (1064 mtr.), Lindau im Bodensee, Friedrichshafen, Immenstadt (Abendbrot), Meersburg, mit Autof&#228;hre nach Staad, von Staad mit Auto nach Konstanz. 150 km.</p>
<p>Vom Pf&#228;nder-Hotel aus eine herrliche Aussicht auf Bregenz, Lindau, in den Bregenzer Wald und die &#246;sterreichen Alpen. Die Fahrt auf den Pf&#228;nder ging in Serpentinen, gleich einer Passfahrt. In Immenstadt bei herrlichem Sommerwetter im Hotel am Strand zum Abendbrot. Ab Konstanz nachm 1/2 2, zur&#252;ck (unleserlich).</p>
<p>2.7.61 : Mit Auto, Frau Seeberger, ab Konstanz fr&#252;h 1/4 10 &#252;ber Kreuzlingen, B&#252;rgel, W1il, Bazenheid, Lichtensteig, Wattwil, Ricken, Kaltbrunn, Niederbrunn, N&#228;fels, Clarus,Schwanden, L&#252;nthal &#252;ber den Klausenpass 1950 mtr mit Claridenstock 3270 mtr, Scheerhorn 3298 mtr nach Altdorf, Fl&#252;len (Mittagessen) von hier immer am Vierwaldst&#228;dter See entlang die Axenstr. nach Brunnen, Gersau, Vitzgau, Weggis, K&#252;snacht, Meggen nach Luzern mit Rigi 1800 m, Pilatus 2132 mtr, dann vom Vierwaldst&#228;tter See abgebogen &#252;ber Ebikon, Root, Cham am Zuger See, Mettenstetten &#252;ber den Albispass (793 mtr) nach Altiswil, nach Z&#252;rich mit Z&#252;richer See, Winterthur, Frauenfeld, Pfyn, M&#252;llheim, Kreuzlingen, Konstanz. An abends 22 Uhr. 350 km. Auf der Klausenpassh&#246;he hatten wir die Schneegrenze erreicht. Unter uns das Wiesental des F&#228;tschbaChes, auf der anderen Seite die &#252;ber 3000er mit dem Eis und Schnee und herrlichen Wasserf&#228;llen. L&#228;nge der Klausenpa&#223;stra&#223;e 47 km. Auf und Abfahrt durch Kehren, Tunnels und Galerien etwa 1 1/2 Std. Die Axenstr. f&#252;hrt durch Tunnels, Galerien und auf St&#252;tzmauern nach Luzern. Die Blicke auf Luzern und Z&#252;rich sind einzigartig sch&#246;n. Diese Fahrt ist f&#252;r uns unverge&#223;lich. In Luzern am Bahnhof neben See geparkt und eine uralte &#252;berdachte Holzbr&#252;cke besucht. Sehr interessant. &#220;ber der Stadt der herrliche Pilatus schneebedeckt.</p>
<p>4.7.61 : Sch&#246;ner Spaziergang nach Gottlieben mit altem Schlo&#223; und altert&#220;mlichen Einkehrst&#228;tten &#8220;Drachenburg&#8221;.</p>
<p>5.7.61 : Mit Schiff nach Meersburg, zu Fu&#223; auf H&#246;henweg, vorbei an herrlichen Weinbergen, nach Hagnau (Kaffeetrinken) mit Schiff zur&#252;ck &#252;ber Meersburg nach Konstanz.</p>
<p>7.7.61 : Mit Schiff, Fahrt ins Blaue. Bei wirklich herrlichem blauen Himmel und gro&#223;er Hitze nachm. 14 Uhr Abfahrt nach Meersburg, von da schr&#228;g &#252;ber den Bodensee und tiefste Stelle von 250 mtr. nach Romanshorn. Sch&#246;ne Anlagen am See und weite Sicht bis Bregenz uSwo von hochgelegenem Hotelgarten. Von Romanshorn direkt nach Konstanz zur&#252;ck.</p>
<p>8.7.61 : Wanderung &#252;ber Gottlieben nach Ermating, zur&#252;ck mit Schiff.</p>
<p>9.7.61 : Wanderung am Bodensee entlang und durch herrlichen Wald am Wasserwerk vorbei nach Staad. Kaffeetafel, zur&#252;ck bis Strandbad Jakob. Von dort mit dem Weller (einer Fahre) nach Konstanzo</p>
<p>12.7.61 : Mit Schiff, &#252;ber Meersburg, Hagnau, Immenstadt, Friedrichshafen nach Lindau im Bodensee. Unterstrichene Orte nur auf der R&#252;ckfahrt angelaufen. Lindau ist sehr reich an altert&#252;mlichen H&#228;usern mi t herrlichen Erkern, sch&#246;nen Fachwerkbauten, auch schmalen Gassen. Die Hafeneinfahrt ziert ein Leuchtturm und der Bayrisehe L&#246;we gegen&#252;ber. Und immer wieder der Bahnhof am Hafen. Also vom Schiff runter,in den Eisenbahnhzug hinein. Lindau hat durch 2 Br&#252;cken Verbindung mit dem Festland. Eine f&#252;r Stra&#223;enverkehr, die andere f&#252;r Eisenbahn. Am Hafen, wie in der Stadt prima Lokale und Hotels.</p>
<p>Auf der Heimfahrt nachm. hatten wir Sturm, Windst&#228;rke 9. Das Schiff hatte etwa 1450 Passagiere an Bord. Aber eine gute Laune war vorhanden, wenn das Schiff seitlich bis 1 mtr. aus der Waage sich neigte.</p>
<p>Die ganze Fahrt von Konstanz bis Lindau und zur&#252;ck w&#228;hrte von vorm. 3/4 10 Uhr bis abends 7 Uhr mit 3 Std. Aufenthalt in Lindau.</p>
<p>14.7.61 : Mit Auto, Herr Ladegast. &#220;ber Kreuzlingen, Gottlieben, Tegerwilen, Ermatingen, Manenbach (?), Streckborn,Mammern, Stein a.Rhein, Die&#223;enhofen nach dem Rheinfall bei Schaffhausen. Zur&#252;ck bis Stein/Rhein, entlang am Untersee, Zellersee,Gnadensee durch Wangen, Hemmerhofen, Gaienhofen, Horn, Gundholzen, Ignang, Moos, Radolfzell, Markelfing, Kaltbrunn, Dettingen, Dingelsdorf, Wallhausen (Abendbrot gegessen) Litzelstetten, Allmannsdorf,Konstanz.<br />
Die Fahrt ging durch dichten Laubwald, vorbei an herrlichen Obstplantagen, sch&#246;ne sicht &#252;ber den See und Rhein, oft auch bis zu den Schweizer Alpen.</p>
<p>Die Wucht des Rheinfalls mu&#223; man selbst erlebt haben. Ist schwer zu beschreiben. Die Breite des Falls ist 150 mtr., H&#246;he 21 mtr.<br />
Die n&#228;here Umgebung ist vollst&#228;ndig in W~asserstaub eingeh&#252;llt. &#220;ber dem Fall das Schlo&#223; Laufen auf hohem Kalkfelsen. Von da kann man auf stufenartigem Fu&#223;weg am Fall heruntergehen. Durch das Brausen versteht man das eigene Wort kaum.</p>
<p>Die Tage bis zum 30.7.61 vergingen dann wegen Wetterumschlag meist gem&#252;tlich daheim bei Werner und Eva und Karin. W&#228;re das Wetter so bis obigen Tag geblieben bei 30-35 Grad im Schatten W&#228;rme, w&#228;re noch etwas gro&#223;es unternommen worden, aber es war auch so herrlich.<br />
Und am 19.7.61 nachmittag 15.40 reisten wir wieder heim nach Leipzig. Ankunft daselbst am 20.7.61 fr&#252;h 6.20. Es war uns sehr schwer gefallen.</p>
<p>Es ist heute der 13.9.61, da ich die Schilderung unseres Urlaubs, will es mal so bezeichnen, niederschreibe. Und wie oft haben Mutter und ich davon gesprochen, Ansichten und Prospekte angesehen.<br />
Es waren 1959 bei unserer Tochter in K&#246;ln reizende Tage, besonders auf der Auto-Rheinfahrt. Doch hier am Bodensee doch noch herrlicher. Und daf&#252;r sind wir dem Werner immer wieder dankbar, da&#223; er uns so vieles bieten konnte. Nat&#252;rlich auch unserer Hildegard in K&#246;ln f&#252;r damals 1959 im Juni/Juli. (Die letzten 2 S&#228;tze sind rot unterstrichen - Bruni).</p>
<p>Mit diesen Gedanken schlie&#223;e ich den Ferienbericht ab.</p>
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		<title>1961 Reise nach Konstanz</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Nov 2007 14:34:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Zimmer</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Das Jahr 1959 verlief nun in ewigem Gleichma&#223; so hin. Auch 1960. Gesundheitlich ging es meiner lieben Frau und mir soweit gut, abgesehen von kleinen Unp&#228;&#223;lichkeiten, die ja so ab und zu mal eintreten.
1961 - Unser Sohn Werner, besch&#228;ftigt in Konstanz am Bodensee, hatte nun endlich, nach 8 Jahren mit seiner Familie eine Wohnung bekommen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Jahr 1959 verlief nun in ewigem Gleichma&#223; so hin. Auch 1960. Gesundheitlich ging es meiner lieben Frau und mir soweit gut, abgesehen von kleinen Unp&#228;&#223;lichkeiten, die ja so ab und zu mal eintreten.</p>
<p>1961 - Unser Sohn Werner, besch&#228;ftigt in Konstanz am Bodensee, hatte nun endlich, nach 8 Jahren mit seiner Familie eine Wohnung bekommen, in einem Neubau der Stadt Konstanz. Dies war nun Grund genug, uns nun mal einzuladen.</p>
<p><span id="more-87"></span>Wir bem&#252;hten uns um einen Interzonenpass, den wir auch bekamen. Und so reisten wir am 20.6.61 nach Konstanz. Ab Leipzig fr&#252;h 6.43 &#252;ber Saalfeld, N&#252;rnberg, Stuttgart, an Konstanz abends 22.38 freudig empfangen von ihm und Eva. Wir hatten nun Zeit und Mu&#223;e genug bis zum 20.7.61 um Konstanz und den Bodensee kennen zu lernen.</p>
<p>Zur Stadt selbst erst: Der Stadtkern ist &#228;u&#223;erst interessant. Alte, oft vertr&#228;umte enge Gassen, saubere, wenn auch sehr alte H&#228;user mit oft sch&#246;nen, kunstvollen Bemalungen, welche alte Ereignisse darstellen, auch sch&#246;ne Fachwerkbauten. Alles sauber und die Fenster mit Blumen, in K&#228;sten gepflanzt, geschm&#252;ckt. Man kann dies alles gar nicht so in Worten schildern. Kommt man mit dem Zug, durch die Stadt, am deutschen Bahnhof an, ist man auch schon am Hafen. Also sozusagen am Wasser des Bodensee. (Der schweizer Bahnhof ist an den deutschen angebaut.) Von da durch die breiteste Stra&#223;e - Markst&#228;tte - in die Mitte der Altstadt. Es ist alles so anheimelnd, da&#223; man sich gleich wohlf&#252;hlt. Die neu erbauten Stadtteile sind breit und gut, vor allem. geradlienig angelegt. Von den alten Befestigungen aus fr&#252;herer Zeit sind haupts&#228;chlichst erhalten der Pulverturm, der Rheintorturm, der Sehnetzer, Rathaus, Konzil, M&#252;nster, Stephanskirche, Obere Sonnen, sind besonders markierte Geb&#228;ude. Dann Inselhotel (war 1236 ein Dominikanerkloster).<br />
Die Rheinbr&#252;cke, der Stadtgarten sind besonders hervorzuheben. Im Stadtgarten sind Sonntags, auch oft wochentags Konzerte. Von hier aus ist ein herrlicher Ausblick &#252;ber den Bodensee, daneben anschlie&#223;end der Hafen, mit seinem Anlegekai f&#252;r Motorschiffe und Dampfer bis zu 1500 Personen fassend. Dann die kleinen Motorschiffe und Boote f&#252;rr Hundfahrten und k&#252;rzere Strecken. Ein besonderer Hafen f&#252;r F&#228;hren, Ruderboote und Tretboote. Da sitzt man im Stadtgarten auf einer Bank und kann das Auslaufen und Einfahrt sch&#246;n beobachten. Und hinter einem rollt sehr oft die Eisenbahn vorbei.<br />
Da vergehen die Stunden wie im Flug.</p>
<p>Nun hat man auch in Konstanz 4 Stellen, von denen man in die Schweiz gelangen kann, wenn man einen g&#252;ltigen Ausweis hat. Die Schweizer&#8217; Alpen waren leider w&#228;hrend der ersten 3 Wochen infolge Dunst nicht zu sehen. Erst in der letzten Woche war es 3 Tege lang m&#246;glich und sehr gut. S&#228;ntis, Altrnano, die Churf&#252;rsten, bis nach &#246;sterreich und in den Bregenzer Wald hinein. Ein herrliches Panorama. Unser Werner hatte sehr viel aufgeboten, um uns so viel als nur m&#246;glich zu zeigen und zu bieten. Und daf&#252;r auch hier herzlichen Dank. Desgl. auch f&#252;r unsere Hildegard, welche uns mit 70 M. von K&#246;ln aus bedachte. Waren wir dadurch doch nicht so ganz ohne Mittel und noch etwas unabh&#228;ngiger. Denn wenn wir durch die Stadt gingen, sah man oft etwas und konnte es kaufen, ohne nochmal von Werner etwas zu erbeten. Das w&#228;re mir furchtbar gewesen und h&#228;tte ich den Urlaub vorzeitig abgebrochen.</p>
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		<title>Goldene Hochzeit 1959</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Nov 2007 14:29:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Zimmer</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[1950-1959]]></category>

		<category><![CDATA[Familienvater]]></category>

		<category><![CDATA[Köln]]></category>

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	<category>Interzonenpässe</category>
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		<description><![CDATA[Die Zeit vergeht wie im Fluge und man schreibt nun schon das Jahr 1959 - Unsere Tochter Hildegard war zum 1j&#228;hrigen Geburtstag des kl. Uwe am 30.1.59 wieder mal bei uns aus K&#246;ln. Da &#228;u&#223;erte sie den Wunsch, da&#223; ich mit Mutter im Juni nach K&#246;ln kommen solle. Wir bem&#252;hten uns um Interzonenp&#228;sse und wurden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Zeit vergeht wie im Fluge und man schreibt nun schon das Jahr 1959 - Unsere Tochter Hildegard war zum 1j&#228;hrigen Geburtstag des kl. Uwe am 30.1.59 wieder mal bei uns aus K&#246;ln. Da &#228;u&#223;erte sie den Wunsch, da&#223; ich mit Mutter im Juni nach K&#246;ln kommen solle. Wir bem&#252;hten uns um Interzonenp&#228;sse und wurden uns auch genehmigt.<br />
<span id="more-86"></span>Fuhren also am 26.6.59 abends 20.45 in Leipzig ab und waren am 27.6.59 fr&#252;h 6.50 in K&#246;ln, frdl. empfangen von Hans und Hildegard.</p>
<p>Der Grund: Feier unserer Goldenen Hochzeit am 29.6.59.</p>
<p>Es war ein Montag. Ich hatte schon den Verlauf meiner Gr&#252;nen Hochzeit geschildert. Also das Ruhige und Einfache. Die Silberhochzeit war wohl etwas freundlicher in allem. Aber durch Arbeitslosigkeit auch bedr&#252;ckt. Ich bin nun eben so feinf&#252;hlend. Und nun zur Goldenen Hochzeit.</p>
<p>Der Tag verlief ebenso ruhig wie vor 50 Jahren. Auch hier fehlten zwei Glieder der Familie. Werner konnte mit Familie gesch&#228;ftlich nicht aus Konstanz kommen und unser Helmut liegt seit 1941 in Paris beerdigt. Letzteres hat mich u. meine liebe Frau sehr geschmerzt, zumal an so einem Tag, wo alles beisammen sein k&#246;nnte.<br />
Doch unsere Tochter Hildegard hat alles aufgeboten, den Tag sch&#246;n zu gestalten.</p>
<p>Fr&#252;h schickte sie uns beide mal in die Stadt einkaufen. Nach etwa 1 1/2 Std. kamen wir heim, da war alles h&#252;bsch vorbereitet.<br />
Blumen, Karten, Telegramm und sogar (West) Geld. Als dann Hans nachmittags heimkam, gab es ein h&#252;bsches Essen mit Wein und Sekt. Durch die &#8220;Fleurop&#8221; kamen herrliche rote Nelken aus Leipzig von unserer Enkelin (Schramms), Karten u. weitere Telegramme.</p>
<p>Der Abend verlief also gem&#252;tlich. Da wir bis zum 15.7.59 in K&#246;ln blieben, haben wir uns die Stadt besichtigt, und vor allem im Rheinpark erholt. Am 5.7. haben wir dann mal eine Autofahrt am Rhein entlang bis R&#252;desheim, auf der einen Seite, dort &#252;bersetzen lassen nach Bingen und von da linksseitig &#252;ber Koblenz ins Ahrtal nach Bad Neuenahr zur&#252;ck nach K&#246;ln. Es wurde des &#246;fteren Halt gemacht, Obst gegessen, in Neuenahr Kaffee getrunken. Es war ein herrlicher Sonnenschein, fast nicht zum aushalten. 2 Tage sp&#228;ter eine Dampferfahrt nach K&#246;nigswinter und auf den Drachenfels. Am Freitag, den 10.7.59, kam unser Sohn Werner doch noch nach K&#246;ln zu uns. Seine Eva, das Frauchen hat ihn dazu verleitet. Wir waren dar&#252;ber sehr erfreut. War doch nun endlich die Familie mal zusammen, wenn auch nur etliche Tage. Am Montag dem 13.7. mu&#223;ten Werner und Eva ja wieder in Konstanz sein.</p>
<p>Wir blieben noch bis zum Mittwoch, dem 15.7.59 und reisten an dem Tag fr&#252;h 9.03 Uhr von K&#246;ln zur&#252;ck nach Leipzig. Ankunft abends 20.40 Uhr. Hatten jedoch 1/2 Std. Versp&#228;tung, soda&#223; es 21.10 Uhr wurde. Diesmal fuhren wir am Tage wegen der sch&#246;nen Landschaft, &#252;ber Kassel, Bebra, Wartha, Erfurt. Auf der Hinfahrt am 26.6. sind wir von der Grenzkontrolle voll unbehelligt geblieben. (Von Magdeburg bis &#214;bisfelde nur Passkontrolle). Zur&#252;ck in Wartha Passkontrolle gut. Gep&#228;ckkontrolle, nur eine Zeitung beschlagnahmt. So kam ich denn das erste mal nach Westdeutschland. F&#252;r all das gebotene in K&#246;ln sind wir unserer Tochter dankbar.</p>
<p>Was wir gesehen haben? Nun es gab vieles was bei uns in der DDR wohl noch nicht in dem Ma&#223;e gab. Vor allem Obst, alle Sorten, tierische Lebensmittel, Haushaltsgegenst&#228;nde, Tuche, Kleidung in unz&#228;hligen Ausf&#252;hrungen u.s. vieles andere. Aber der gr&#246;&#223;te Teil doch auch nur eingef&#252;hrt. Also dennoch nur auf Schulden. Das sagte uns mal ein Postbeamter in K&#246;ln. Nun, wir hatten ein h&#252;bsches S&#252;mmchen solcher Schulden bei uns.</p>
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