1925 - 1926

Im Jahre 1925 setzte abermals verkürzte Arbeitszeit ein, im Herbst. Ende November sollte ich mit anderen wieder volle Wochen arbeiten. Es hatte schon geschneit und gefroten. Da stürzte ich eines Tages früh vor dem Tor im finsteren auf einer Eisstelle und brach das linke Fußgelenk. Nun war es vorbei mit Arbeiten, und noch dazu auf Weihnachten hin. Zum Glück war es aber nur ein Spaltbruch, wie der Arzt feststellte, und war gegen Neujahr 1926 geheilt.

Ich begann nun am 2.Januar 1926 wieder zu arbeiten.
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1923, Inflation

Durch die Inflation, welche besonders große Form im Jahre 1923 annahm, wurde der Verdienst von Woche zu Woche höher, und wenn man am Tage der Lonzahlung nachhause kam, war schon wieder ein Teil verfallen.

Aus dem Jahre 1923 habe ich noch das Steuerbuch bzw. Steuerkarte, mit den eingeklebten Steuermarken, woraus ersichtlich ist, welche wahnsinnigen Beträge an Einkommenssteuer abgeführt wurden, trotz Abzug von 4920 Mark Werbungskosten usw. Für Frau und 3 minderjährige Kinder für das Jahr und wie hoch der Verdienst war. Als die Inflation im November 1923 zuende war und die Goldmark in Kraft trat, habe ich am 9.Nov. 1923 die kleine Summe von 2.084.317.000 Mark (zwei Milliarden, vierundachtzig Millionen, dreihundersiebzehntausend Mark) Einkommensteuer bezahlt, für eine Woche Arbeitslohn. Es war wahnsinnig, diese Beträge.
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März 1920, Kapp-Putsch

Ich weiß nicht mehr recht, war es im Jahr 1922 oder 1923 im Monat März (13.3.1920), als der sogenannte Kapp-Putsch ausbrach. Eine Partei wollte immer vor der anderen an die Regierung. Eines Tages war es unmöglich zur Arbeit zu gelangen. Straßenbahn, Eisenbahn, Autos, Fuhrwerke usw. hatten jegliche Arbeit und Betrieb eingestellt. (weiter lesen …)