11.8.1909 Der 1. Sohn
So kam der 11.August 1909 heran und unser 1.Kind, ein Sohn, wurde geboren, kurz darauf getauft in der evang.-luther. Kreuzpfarrkirche. Er erhielt die Namen Bernhard Werner.

So kam der 11.August 1909 heran und unser 1.Kind, ein Sohn, wurde geboren, kurz darauf getauft in der evang.-luther. Kreuzpfarrkirche. Er erhielt die Namen Bernhard Werner.

Also durch meine Verlobung mit Frl. Marie Schuster wurde Ruhe und wir zielten nun auf eine, evtl. baldige Heirat hin. Es war doch eine herrliche Zeit. Man hatte seine Arbeit und Verdienst, ich machte mit Musik und hatte dadurch eine hübsche Nebeneinnahme und obendrein manch fröhliche Stunde.
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Das Verhältnis zu dem Mädchen gestaltete sich immer besser bis wir uns eines Tages klar darüber waren, später den Bund für das ganze Leben zu schließen. Und was für eine schöne Jugendzeit genossen wir miteinander. Ganz gleich ob in Gesellschaft oder in Freundeskreisen. Freilich gab es auch des öfteren Tage an denen die Harmonie auch mal gestört war. Aber ein altes Sprichwort sagt ja: “Mal Zank frischt die Liebe auf.”
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Nun begann die Zeit der Liebe. Zwar wählte ich erst noch lange, denn ein junger Mann, der aus der Fremde zurückkam, hatte ein gutes Ansehen bei der Damenwelt in Markneukirchen. Da lernte ich eines Sonntags im Kaffee Piesendel ein Mädchen kennen. Hübsch und rote knallige Wangen. Sie war, wie sie erzählte, wenige Tage zuvor aus Genf (Schweiz) zurückgekehrt. Und wer war sie? Das kleine Schulmädel, das ich schon erwähnte als ich noch lernte.
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Aber mein Drang in die Ferne, oder wie man dort sagte, in die Fremde, ließ mir nicht Ruhe. Da schrieb mein ehemaliger Fachschulkamerad Eugen Wettengel aus Berlin, ich solle doch hinkommen, sein Meister brauche noch jemanden. Ich überlegte nicht lange, kündigte meine Arbeit und da ich schon geraume Zeit nicht bei meinen Eltern war reiste ich erst mal nach Halle/Saale. Hier erfuhr ich von Wettengel, daß es nicht so eilig gewesen wäre. So blieb ich in Halle bei meinen Eltern und wartete ab.
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Wenn ich nun als junger Mensch oft zum Frühstück oder Vesper mit dem Kaffeekrügel und einem dicken Stück Brot vor der Haustür stand, da sah ich aus dem Haus gegenüber immer ein Schulmädchen herauskommen. Später zogen deren Eltern in das Haus meines Onkels und Lehrmeisters. Wenn man mir gesagt hätte, dieses Kind wird mal deine Frau, ich hätte das für Unsinn erklärt.
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