Winter 1916/17

So kam der 4. Dezember 1916 heran, als wir unverhofft Heimaturlaub bekamen. Es wurden nun tüchtig Lebensmittel besorgt in Menen und von da aus in die Heimat gefahren. Der Urlaub währte bis zum 17.Dezember.
Schwer wurde mir der Abschied wieder von Frau, Kinder, Eltern und Schwester. Vom Urlaub wieder ins Feld gekommen waren wir noch bis zum 20.Dezember 1916 im alten Quartier.

Am genannten Tag abends marschierten wir nach Menen wo wir um 10 Uhr abends eintrafen.
Von der Ortskommandantur wurden wir in einem schönen Bürgerquartier eingewiesen. Ich wohnte mit Kamerad Henniger in Nr. 40. Die Aufnahme war gut. Wir hatten ein schönes Bett jeder und fühlten uns heimelig.
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In Belgien

 So kam der Tag der endgültigen Abfahrt ins Feld heran.

Der Transport geschah Batalionsweise. Wir, das II.Bat. wurden am 24.Juli1916 in Neuhammer nachmittag 6 Uhr verladen in Güterwagen. Die Fahrt ging über: Siegersdorf, Kohlfurt, Görlitz*, Löbau, Bautzen, Bischofswerda, Dresden, Riesa, Leipzig*, Chorbetha, Weißenfels, Naumburg, Bad Kösen, Bad Sulza, Apolda, Weimar, Erfurth, Neudietendorf*, Gotha, Eisenach, Bebra, Hersfeld, Hanau, Frankfurt/Main, Mainz, Bingen, Koblenz, Mehlem*, Köln, Dürren, Eschweiler, Aachen, Herbesthal, Lüttich, Landen*, Tschierlemont, Löwen, Brüssel, Koutray*, bis Hautzammen, wo wir am 27.Juli 1916 früh 2 Uhr ausgeladen wurden. (die * Orte waren Verpflegung).
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