Sommer 1916 die Fahrt ins Feld

In den Tagen vom 5.-9.April 1916 habe ich endlich wieder mal Urlaub erhalten. Bereits im Februar 1916 waren wir in Neuhammer zum Scharfschießen, kurz nach dem Urlaub wieder. Allemal 8 Tage. Ende April 14 Tage zum Gefechtsexerzieren, welches jedoch plötzlich abgebrochen wurde, da das Bat. ins Feld sollte. Wir fuhren, nach großen Anstrengungen in Neuhammer nach Schmolz zurück. Am 1. Pfingstfeiertag 1916 wurden wir verlesen und eingekleidet fürs Feld, blieben jedoch noch bis zum 1.Juli 1916 in Schmolz um dann wieder nach dem Truppenübungsplatz Neuhammer transportiert zu werden. Mit diesem Transport begann die Fahrt ins Feld.
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Januar 1916 Prügel für die Bestie

Am 8.Januar 1916 jagte uns der Mensch bei eisiger Kälte an der Wildenhainer Mühle durch die Röder,welche starkes Hochwasser führte und Eisgang. Dann marschierten wir bis zur Brust herauf vollständig durchnäßt, nach Wildenhain und Großenhain. In Wildenhain standen wir dann 1 1/4 Std. in der Kälte, während der Mensch von Hauptmann gemütlich in der warmen Stube des Gasthofes Kaffee trank.

So kam der 30.Januar 1916 heran. Es war ein Sonntag und wir wurden verladen zum Transport nach Schmolz bei Breslau, wo ich zum 11. Ersatzbatalion Res.Inf.Reg. 102 kam und der 3.Kompanie zugeteilt wurde.
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Kriegsausbildung

Nun begann auch so langsam der Dienst und die Ausbildung, denn von uns hatte keiner früher aktiv gedient. Wie ich schon anführte nahm man wegen dem Alter vieler Leute Rücksicht. Am liebsten ging ich mit auf den Schießstand und pläffte meine Patronen raus. Ich habe, durch meine Augengläser etwas behindert, nicht gerade gut, aber auch nicht schlecht geschossen.
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November 1915 zum Heeresdienst

Der Postdienst gefiel mir außerordentlich und die höheren Vorgesetzten waren mit mir zufrieden. Jedenfalls hörte ich nie einen Tadel. Dies mag wohl auch der Anlaß gewesen sein, daß man ein Gesuch nach Berlin einreichte für Reklamation meiner Person für die Dauer des Krieges.

Es war dies am 14. Oktober 1915. Als dieses Gesuch in Berlin am 15. Oktober eintraf, war bereits in der Nacht vom 14. zum 15. Okt. der Befehl ergangen, daß Hilfskräfte nicht mehr reklamiert werden dürfen, gleichviel in welchen Diensten oder Stellungen. Das war natürlich Pech und der Vorsteher des Telegrafenamtes bedauerte dies sehr.

1915 Familie Zimmer

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Der 1. Weltkrieg

Der 28.Juni 1914 war der schwarze Tag welcher dann für Deutschlands Zukunft und Schicksal bedeutend sein sollte. An dem Tag wurde der Tronfolger des mit Deutschland verbündeten Österreich/Ungarn durch einen Serben ermordet. Nachdem zwischen den beiden Staaten Notenwechsel und zuletzt Ultimatum von Österreich/Ungarn an Serbien gestellt war, kam es zum Krieg zwischen den beiden Staaten. Deutschland mußte nun wohl oder übel seine Verpflichtung Österreich/Ungarn gegenüber einhalten, wollte es nicht wortbrüchig werden. Da nun Frankreich mit Serbien im Bündnis stand, desgl. auch mit England, Rußland, Rumänien, Griechenland, so hatte Deutschland ringsum Feinde. Bulgarien und Türkei standen zu Deutschland.

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