1913 das 3. Kind
Am 15.Juni 1913 wurde unser 3tes Kind, unser Sohn Helmut geboren. Na ja, zu einem Pärchen gehört doch auch ein Geiger oder Musikant. Der war nun auch da.

Am 15.Juni 1913 wurde unser 3tes Kind, unser Sohn Helmut geboren. Na ja, zu einem Pärchen gehört doch auch ein Geiger oder Musikant. Der war nun auch da.

Ich suchte mir gleich eine eigene Wohnung, denn bei meinen Eltern wurde es doch zu eng. Es klappte auch in der Lutherstraße im Haus Nr. 2, Erdgeschoß. Es war am 1.April 1911 als ich mit Familie meine eigene Wohnung, Lutherstr. 2, Ptr. bezog.
Am folgenden 19.Mai wurde unsere Tochter Hildegard geboren.
Wir verlebten gute schöne Tage. Alles ging in schönster Harmonie vor sich. Durch meinen Eintritt in den damaligen Gesangverein Krone erhielten wir einen angenehmen Bekanntenkreis und nahmen an verschiedenen Vergnügen und Veranstaltungen Teil.
Da ich zunächst keine Stellung hatte, half ich meinem Vater in der Fleischerei mit. Er hatte einen Ladenstand in einer Markthalle in der Eisenbahnstraße. Diese Halle ist jetzt ein Kino. Durch einen Bekannten, der Vater eines früheren Schulfreundes, bekam ich dann Arbeit bei der Firma Ludwig Hupfeld A.G. in der Wittenberger Str.
So kam der 11.August 1909 heran und unser 1.Kind, ein Sohn, wurde geboren, kurz darauf getauft in der evang.-luther. Kreuzpfarrkirche. Er erhielt die Namen Bernhard Werner.

Also durch meine Verlobung mit Frl. Marie Schuster wurde Ruhe und wir zielten nun auf eine, evtl. baldige Heirat hin. Es war doch eine herrliche Zeit. Man hatte seine Arbeit und Verdienst, ich machte mit Musik und hatte dadurch eine hübsche Nebeneinnahme und obendrein manch fröhliche Stunde.
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Das Verhältnis zu dem Mädchen gestaltete sich immer besser bis wir uns eines Tages klar darüber waren, später den Bund für das ganze Leben zu schließen. Und was für eine schöne Jugendzeit genossen wir miteinander. Ganz gleich ob in Gesellschaft oder in Freundeskreisen. Freilich gab es auch des öfteren Tage an denen die Harmonie auch mal gestört war. Aber ein altes Sprichwort sagt ja: “Mal Zank frischt die Liebe auf.”
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Nun begann die Zeit der Liebe. Zwar wählte ich erst noch lange, denn ein junger Mann, der aus der Fremde zurückkam, hatte ein gutes Ansehen bei der Damenwelt in Markneukirchen. Da lernte ich eines Sonntags im Kaffee Piesendel ein Mädchen kennen. Hübsch und rote knallige Wangen. Sie war, wie sie erzählte, wenige Tage zuvor aus Genf (Schweiz) zurückgekehrt. Und wer war sie? Das kleine Schulmädel, das ich schon erwähnte als ich noch lernte.
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